Das aus den Niederlanden stammende Eulenbarthuhn existiert in seiner heutigen Form mindestens seit dem Spätmittelalter bzw. der Frühen Neuzeit. Auf Gemälden der niederländischen Meister ist es stets in Gesellschaft mit anderen Hauben- und Barthühner dargestellt, was das enge Verwandtschaftsverhältnis dieser Rassen widerspiegelt. Generell handelt es sich bei den Eulenbarthühnern um kräftige Tiere mit abgerundeter Landhuhnform, mittelhoher Stellung und ungeteilten namensgebenden Kinn- und Backenbart sowie gleichmäßigem Hörnerkamm und hufeisenförmig aufgeworfenem Nasensattel.

Im Gegensatz zu Vollhaubenhühnern wie den Paduanern oder Sultanhühner besitzen die Eulenbärte keine Protuberanz sondern nur einen kleinen Schopf der aus wenigen schmalen Federn gebildet auf der verdickten Kopfhaut sitzt. Die Hähne erreichen ein Gewicht von 2,2-2,5kg und die Hennen 1,6-1,8kg.  Das Gewicht der rein weißen Eier beläuft sich auf 55g bei einer durchschnittlichen Legeleistung von 160 Eiern pro Jahr. Die Ringgröße entspricht die der Paduaner und Sultanhühner mit 18 bei den 1.0 und 16 bei den 0.1. Insgesamt sind die Eulenbarthühner in 13 Farben anerkannt: Schwarz, Weiß, Blau-Gesäumt, Gesperbert, Silber-Schwarzgetupft, Gold-Schwarzgetupft, Chamois-Perlgraugetupft (Isabell-Perlgraugetupft), Chamois-Weißgetupft, Goldsprenkel, Silbersprenkel, Mohrenkopf-Weiß, Mohrenkopf-Goldbraun und Mohrenkopf-Blau. Der attraktive Farbschlag Mohrenkopf in den drei genannten Varianten ist ausschließlich bei Eulenbarthühnern zugelassen und äußerst selten. Bis in die 1980er Jahre galten die Mohrenköpfe gemeinhin als ausgestorben ehe sie durch einige wenige Idealisten wieder ins Licht der Öffentlichkeit rückten (vgl. Roland Weber / Kurt Fischer: Niederländische Haubenhühner und deren Verwandte. Seltene Hühnerrassen Band 2) Auch heute noch gelten die Eulenbarthühner als rare Kostbarkeiten (Zuchttierbestandserfassung des BDRG zählte nur noch 3 Zuchten der Mohrenköpfe weiß - Infos hier)  die es zu erhalten und zu fördern gilt. 

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